Mein Einstieg in den Bahnsport

Den ersten Kontakt zu einer echten Langbahn hatte ich im Jahre 2000 in Herxheim beim Frühjahrstraining. Rudi Meister hatte einen 16 Jahre alten Alurahmen (stehender Motor) von Uwe Wick mit einem stösselgesteuerten Weslake bestückt, aus seinem Schuppen gezogen und mit nach Herxheim gebracht.

Dort konnte ich unter grossen Vibrationen (die Welle war nicht sauber gewuchtet!) die ersten Runden bei herrlichem Wetter drehen. Dabei hat mich besonders die Geschwindigkeit und die Beschleunigung auf einem so wackeligen Fahrgestell beeindruckt. Ich wurde jedoch von Runde zu Runde schneller, bis ein gebrochener Methanolhahn das Schnuppertraining stoppte.
Rainer Seitz ,der an diesem Tag als Coach und Schrauber mit dabei war, hatte gesehen, daß ich Spaß an der Sache gefunden hatte. Auf der Heimfahrt nach Tettnang hat er dann mit Rudi Meister beschlossen, mich zu "bearbeiten" und zum aktiven Rennsport zu motivieren. Rudi hatte sofort zugesagt, sein edles Stück, eine gut erhaltene Oldie-Bahnmaschine, mit einem sehr gut gehenden Toni Hinderhofer-Jawa (stehend eingebaut), für die Rennen kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Nachdem ich dann ein paar Wochen später die Fahrerlizenz hatte, ging´s dann zum ersten Rennen nach Mühldorf. Da alles ganz gut lief (Platz 14), wurde sofort das zweite Rennen in Herxheim genannt. Rainer war mein Trainer, Kritiker und Schrauber. Vielen Dank an dieser Stelle an Rainer für seinen selbstlosen Einsatz (obwohl ich noch kein Platz unter den TopTen erzielen konnte).

Das dritte Rennen fuhr ich in Pfarrkirchen, das ich mit Platz 10 beenden konnte. Dann ging´s weiter mit dem Grasbahnrennen in Zweibrücken und dem Platz unter den TopTen, nämlich dem Platz 5 in der Gesamtwertung!! Beim Grasbahnklassiker vom Jawa-Club Willing/Bayern klappte es wieder mit Platz 5.
Diese Rennen fuhr ich alle mit der Oldie-Jawa von Rudi! Im Juli kaufte ich dann eine bestens erhaltene Langbahn-Konstruktion von Marcel Gerhard (liegend) mit zwei schnellen Godden-Aggregaten und kompletten Bahnsportzubehör. Diese Maschine hat deutlich mehr Power und ist für mich vom Handling aus gesehen viel besser zu fahren.

Auf der Grasbahn in Nidda war´s wieder Platz 5 und Grasbahn in Melsungen Platz 9. Auf der Grasbahn in Rastede beim Endlauf zur "Deutschen Meisterschaft", bei grosser Konkurrenz aus dem Norden, leider nur Platz 16. In sengender Hitze im August in Nandlstadt war´s Platz 7, in Hertingen Platz 5, beim Herbstrennenn in Herxheim Platz 4, bei der Schlammschlacht in Memmingen Platz 3 und beim Sandbahnrehnnen Vechta Platz 6.

Über den Winter habe ich noch eine Speedway-Maschine vom Team Bacher gekauft und mit vollem Einsatz von Rainer neu aufgebaut. Als Aggregat stellte uns Toni Hinderhofer einen Speedway-Jawa (liegend eingebaut) aus seiner Tuningwerkstatt zur Verfügung. Dafür hier an Toni besten Dank!
Thanks for that Power-Engine!

Mit dem Speedwaymotorad ging´s dann zum Frühjahrstraining nach Neuenknick und anschließend nach Olching. Dort konnte ich die ersten Speedwayeindrücke sammeln. Da es ganz gut voran ging (dies meinten Beobachter!), wurde ich ermuntert in der Speedwayliga zu fahren, wenn es die Termine erlauben.

Mein Ziel ist es, mich auf der Langbahn aus eigener Kraft für die DM zu qualifizieren und ohne Motorschäden und Verletzungen die Saison bestreiten zu können.

Danke hier an alle, die mich in jeglicher Weise unterstützen.
Thanks to all friends and sponsors!!