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Als Jawa zum Nachfolger
des Jap-Motors wurde, schien ein Markt für einen weiteren Motor zu existieren.
Daher entschied Weslake, einen sehr einfachen und doch kraftvollen Motor zu
bauen. Das Resultat war ein Motor, der dem JAP und dem Jawa-Zweiventiler sehr
ähnlich war. Der Prototyp des Motors erschien zunächst beim Weslake-Händler
Don Godden im Oktober 1974. Im Speedwayjahr 1975 war der Weslake-Vierventiler
schneller als der Jawa-Zweiventiler, und es war der Zeitpunkt gekommen, an
dem ein Fahrer sich einen Weslake beschaffen musste, um konkurrenzfähig
zu bleiben. In der internationalen Langbahnszene setzten sich Weslake-Motoren
ebenfalls durch.
Weslake verkaufte einen eigenen Umbausatz für Jawa-Zweiventiler-Motoren,
um den Motorenmarkt nicht zu monopolisieren. Andere Anbieter, z. B. ERM, boten
ebenfalls Umbausätze für Jawa an. Mitte 1977 wurde die Produktion
von kompletten Weslake-Speedway-Maschinen gestartet.
Harry Weslake wurde 1897 in Exeter/GB geboren, er gründete das nach ihm
benannte Labor als ein Institut, das sich schon früh und ausschließlich
der professionellen Motorentwicklung widmete. Als Berater arbeitete er mit
vielen namhaften Herstellern zusammen. Hierzu gehören u. a. Bentley,
Norton und Vanwall. Er schuf Grundlagen durch Beobachtung und Messung von
Gasströmungen und Durchflussmengen. Mit einem eigens dafür gebauten
Prüfstand konnte er die Strömungsverhältnisse ermitteln und
aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse die Strömungsbedingungen innerhalb
der Kanäle deutlich verbessern. Er zeigte zeitlebens großes Interesse
an der Entwicklung vom Zeichenbrett bis zum Prüfstand. Er starb 1978
während eines Speedwaytreffens.
In Deutschland beschäftigte sich der JAP-Spezialist und Tuner Otto Lantenhammer
mit den Weslake-Produkten unter dem Firmenkürzel OL und führte diese
Marke zu vielen internationalen Bahnsporterfolgen.
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